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In gemütlicher Runde locker über Ernährung zu plaudern ist genauso nicht möglich wie über Weltpolitik. Das habe ich jedenfalls jahrzehntelang angenommen.

Mit erhobenem Zeigefinger werden dem jeweiligen Gegenüber die eigenen Gesundheitsthesen gepredigt. Dabei wird betont, wie tief man sich autodidaktisch in die Materie eingearbeitet hat und es wird sich stets bemüht, ein perfektes Bild seiner Gesundheit, ewiger Jugend und Harmonie in der Familie darzustellen.

Seine Auffassung von gesunder Ernährung ist die beste, da gibt’s nichts dran zu rütteln. Und im übrigen ist dieser Mensch selbst in allem perfekt.

Jetzt wissen Sie, wie ich war, als ich das werden wollte was ich jetzt bin.

Nach etlichen Jahrzehnten habe ich begriffen, dass ich mich für dieses selbstherrliche referieren ziemlich verachte. Ich hatte mir vorgenommen, mich zu bessern. Das hat nicht geklappt. Mein Verhalten, dass ich eigentlich weghaben wollte, war wie ein Automatismus, gegen den ich nicht ankam.

Mittlerweile habe ich gelernt, mich selbst bedingungslos zu lieben. Nur so sind meine unerwünschten Verhaltensweisen verschwunden. Klingt paradox, funktioniert aber nur so herum.

Sich selbst zu kritisieren funktioniert nicht, weder ändert es etwas noch lässt es einen besser fühlen.

Durch die bedingungslose Liebe zu mir selbst hat sich mein Verhalten geändert. Das hat nicht immer sofort geklappt, denn etwas, was über Jahrzehnte antrainiert wurde, innerhalb von ein paar Wochen wieder abzutrainieren ist schon ein bißchen viel verlangt.

Genau wie die Umstellung zur artgerechteren Ernährung, die solange im Alltag verankert wird, bis dieser Prozess spielend und von allein geschieht, braucht es Zeit.

Der Mensch ist gemäss seiner gesamten Anatomie und Physiologie ein Frugivore. Das heisst, der Verdauungstrakt inklusive Gebiss ist auf den Verzehr von Früchten ausgerichtet. Früchte im Sinn von dem, was in der Natur wächst, was auf dem Acker angebaut wird.

Rohkost, gebackene Vollkornprodukte und Makrobiotik zählen zur artgerechten Ernährung.

Die Mischung macht´s. ;-)

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Speziell die Geschmacksknospen brauchen Zeit, sich umzugewöhnen von gepökelter, mit Industriezucker oder Antibiotika versetzter, konservierter oder kastrierter Nahrung auf natürliche Kost.

Das dauert eben. Zwischendurch auf ein Stück Fleisch, Gummitiere oder Cola zurückzufallen, ist nicht schlimm, wenn das bis dato regelmäßig zu deinem Speiseplan gehörte. Für artgerechte Ernährung braucht es den Entschluss, Zeit und Geduld.

Wir hören jeden Tag genug schlechte Nachrichten in den Massenmedien, die uns auf Angst und Hass programmieren. Man könnte meinen, es gibt nur böse Menschen auf der Welt. Dabei gibt es so viele schöne Dinge und die derzeitige Entwicklung in Richtung Frieden, Freundschaft und Gesundheit ist sehr erfreulich.

Ich werde also nicht auf die Massentier... – äh, also nicht eingehen.

Wenn du Fleischesser bleiben möchtest, kann ich dir dieses Buch empfehlen, damit das auch Spass macht.

Verführen lässt sich jeder gern mal. Der eine mehr der andere weniger. ;-) Gar nicht schlimm. Wer die Verführung zulässt und genießt, lebt gesund. Sollte eben nicht jeden Tag sein.

Trotz der Verführung der Lebensmittelindustrie mit ihren schädlichen Genussmitteln in bunten Tüten hat hier in Deutschland glücklicherweise jeder die Möglichkeit, sich gesund zu ernähren. Gesunde Lebensmittel sind stark im Kommen, da gibt es gar kein zurück mehr.

Über die Mechanismen der weltweiten Industrie und die Auswirkungen auf ihre geistige und körperliche Gesundheit erfährt man allerdings nur im Internet etwas. Durch diese riesige virtuelle Bibliothek haben wir die Möglichkeit, uns über alles, aber auch wirklich alles zu informieren. Die Menschen nehmen Ihre Gesundheit mehr und mehr selbst in die Hand.

Ich selbst esse zwar lieber gesund, mache daraus aber keine Religion und sündige auch mal, aber mit Vorfreude und Genuss, das ist Bedingung. Allein dadurch melden meine Hirnzellen dem Verdauungsapparat: »Das alte Mädel freut sich so. Diese Nougatstange muss gesund sein. Also bitte wie Gemüse verwerten!«

Der Effekt von artgerechter Ernährung, egal ob geistig oder körperlich, ist immer positiv und wirkt sich auf unser Lebensglück aus.

Auf den angeblichen Vitamin B12 Mangel von Veganern gehe ich noch ausführlich ein. Vielleicht auch auf die Geldgeber und Initiatoren der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung", der "Deutschen Krebsgesellschaft", einem Dr. Coy, Dr. Schweikart etc., die Fleisch naja - egal...

Es macht Spass, mit den Spezies meiner Selbsthilfegruppe - äh, ich meine, von unserem Kochzirkel - die Vielfalt der Lebensmittel zu zelebrieren, unsere Instinkte zu trainieren und herauszufinden, was uns jung und gesund hält.

Ich würde mich freuen, wenn du ab und zu vorbeischaust.

Mathilda

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